MKG-Passau – Chirurgie für Mund, Kiefer und Gesicht
Dr. Dr. med. Wolfgang Weber | Dr. med. Michael Ueding

Implantologie

Das Implantat | Indikationen | Knochenaufbau | Überweisung

Das Implantat

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Zahnlücken beeinträchtigen nicht nur das Aussehen, sondern oft auch die Gesundheit und das Wohlbefinden.

Unter Implantologie versteht man das Einsetzen künstlicher Zahnwurzeln bei Einzelzahnlücken, beim Lückengebiss oder beim zahnlosen Kiefer.

Durch die Verwendung von Implantaten haben die Patienten oft erhebliche ästhetische und funktionelle Vorteile gegenüber der herkömmlichen prothetischen Versorgung. Prinzipiell ist es möglich in allen Bereichen des Ober- und Unterkiefers fehlende Zähne durch Dentalimplantate zu ersetzen. Man verwendet heute fast ausschließlich Schraubenimplantate aus dem Werkstoff Titan. Solche Titan-Implantate sind nicht nur gut verträglich, sie verhindern auch durch funktionelle Belastung den Knochenschwund in zahnlosen Kieferabschnitten.

Festsitzende, implantatgetragene Zähne sehen aus wie natürliche Zähne und sollen sich auch anfühlen wie eigene.

Häufige Indikationen für die Implantatversorgung:

A) Einzelzahnersatz

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Fehlt ein Zahn in der geschlossenen Zahnreihe oder am Ende der Zahnreihe, so kann dieser implantologisch ersetzt werden, ohne dass Nachbarzähne beschliffen werden müssen. Dadurch wird funktionell und auch ästhetisch ein besonders ansprechendes Behandlungsergebnis erreicht. Der implantatgetragene Zahn ist in der Regel von natürlichen Zähnen nicht zu unterscheiden.

B) Ersatz von mehreren Zähnen

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Auch hier entfällt das Beschleifen von Nachbarzähnen, sodass gesunde Zahnsubstanz intakt bleibt. Wie viele Implantate im Einzelfall verwendet werden müssen, hängt von der Knochenqualität und von der Größe der Lücke ab. Auch größere Lücken können mit einem festsitzenden Zahnersatz versorgt werden.

C) Zahnloser Kiefer

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In der Implantologie gibt es mehrere Möglichkeiten die Kaufunktion eines zahnlosen Ober- oder Unterkiefers wiederherzustellen. Meist ist das Behandlungsziel eine herausnehmbare, implantatverankerte Prothese. Dazu sind im Oberkiefer mindestens vier, im Unterkiefer mindestens zwei Implantate notwendig. Es gibt mehrere Verankerungsmöglichkeiten für die Prothesen, diese werden individuell vom Zahnarzt des Patienten festgelegt. Auch Patienten mit einer Totalprothese im Oberkiefer genießen wieder ihr unsprüngliches Geschmacksgefühl, denn der Gaumen kann frei von Prothesenmaterial bleiben.

brueckenversorgungAuch beim zahnlosen Patienten ist die Anfertigung von festsitzendem Zahnersatz möglich. Diese Behandlung ist jedoch meist sehr aufwendig. Es sind deutlich mehr Implantate notwendig als beim herausnehmbaren Zahnersatz und häufig sind auch umfangreiche Knochenauflagerungen nicht zu vermeiden.

Knochenaufbau:

Ein Hauptproblem der Implantologie ist das Fehlen eines ausreichenden Knochenangebots z. B. nach frühzeitigem Zahnverlust. Zur Verbesserung des knöchernen Lagers stehen uns eine Vielzahl von Operationsverfahren zur Verfügung, wobei sowohl eigener Knochen als auch Knochenersatzmaterialien zur Anwendung kommen.

Die Entnahme von eigenem Knochenmaterial erfolgt in der Regel durch eine Knochenentnahme aus dem Unterkiefer. Dies ist in Lokalanästhesie möglich. In Ausnahmefällen kann es sogar notwendig werden, daß Knochenmaterial aus dem Beckenkamm des Patienten entnommen werden muss. Ein solcher Eingriff ist dann nur unter stationären Bedingungen möglich.

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Die Indikation zur Implantatversorgung im Seitenzahnbereich des Oberkiefers ist durch die Standardisierung der sog. Sinusbodenelevation (Knochentransplantation in den Boden der Kieferhöhle) in den letzten Jahren deutlich erweitert worden. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass bei diesem Eingriff auf eine Knochenentnahme am Patienten verzichtet werden kann. Die Verwendung von Knochenersatzmaterialien ist schonender und führt zu den gleichen positiven Behandlungsergebnissen.

Überweisung

Von der Überweisung bis zur Nachsorge

In unserer Überweisungspraxis wird die individuelle Planung bei Implantatversorgung in enger Zusammenarbeit mit dem Zahnarzt des Patienten durchgeführt. Durch diese Zusammenarbeit mehrerer Spezialisten kann für den Patienten ein optimales Ergebnis erzielt werden. Nach dem Einsetzen der Implantate ist eine Wartezeit von durchschnittlich zwei Monaten notwendig, bis die prothetische Versorgung der Implantate vom Zahnarzt des Patienten begonnen werden kann.

Bei einer Implantatversorgung erfolgt die Behandlungsplanung in enger Zusammenarbeit zwischen dem MKG-Chirurgen und dem Zahnarzt.
Die Weiterversorgung der Implantate wird in allen Fällen vom Zahnarzt des Patienten durchgeführt.

Damit der Patient sein neues Lebensgefühl mit implantatgetragenen Zähnen lange genießen kann, steht sein Behandlungsteam mit Rat und Tat zur Seite und kümmert sich um eine wirkungsvolle Nachsorge. Von ihm erhalten Patienten alle Informationen zur aktiven Pflege der Implantate.